Donnerstag, 19. Juni 2014

Raus aus Catania, rein nach Taormina

Wir verabschieden uns von Rosella,  Carmello, Lilliana, Daniela und Herr und Frau Falanga. Richtung Norden in den Ort, den wahrscheinlich ALLE Sizilien-Pauschalis angesteuert bekommen.
Der Bulli ist nicht mickrige 1,90m groß und passt deshalb auch nicht in Lumbi und Parking Catania rein. Unser Pech!
Wir tun alles für den Bus und finden näher an der Innenstadt eine supersaubergeleckte Garage mit geeigneter Höhe! Ja! Sowas gibt es hier! Mit gutem Gefühl starten wir zum Teatro Greco.
Uns sollte der schönste Blick der Welt erwarten. Doch erstens: im Rund findet derzeit ein Filmfestspiel statt und die Megaleinwand steht artfremd auf der 2500 Jahre alten Bühne und zweitens: der Ätna hat sich die letzten Tage so verausgabt, dass er sich mit Wolken verhüllt hat.
Der Blick in die Bucht macht alles wieder wett: ein 5-Master liegt vor Anker!!
Den Namen sehen wir aus der Höhe nicht.
Nach 3,5 h schlagen wir uns durch die Souvenir-Meile, decken uns noch mit Proviant ein und lösen den Bus für 10 EUR aus.

Auf einem Parkplatz an der Autobahn treffen wir einen LKW- Fahrer aus Hanau.
In ihm und in uns flackern mit dem vertrauten Dialekt heimatliche Gefühle auf.
"150 km VOR und 150 km NACH Neapel bleibt man nicht stehen!" ist der Rat , den er uns gibt und wir würden ihn sofort beherzigen, wenn wir nicht schon längst an jener Lokalität vorbei wären.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Die Sache mit der Radkappe: ein schreckliches Geräusch

Auf der A18 nach Süden vor Abfahrt Roccalumera verlassen wir einen kleinen Autobahnparkplatz, geben Gas. Beschreiben kann ich das Geräusch nicht, aber noch immer klingt es mir in den Ohren!! Metall kracht auf Asphalt und unmittelbar in die Leitplanke.  There is no return!!! ES STIMMT: der Bus hat die Radkappe hinten links verloren. Eine von den Mercedes-Radkappen. Wir sind traurig!!! .. und holen und sofort Trost via WhatsApp bei Sissi und Fabian.  Die leiden mit uns! Der Strauß hat noch eine daheim; die muss aber erst in sumatra umlackiert werden. Die Kappe auf der Nase hat nur noch 3 Klipse, die würde - bei  den Wellen in der Chaussee - der Bus nicht lange behalten.

Bei der Gelegenheit stelle ich folgendes klar, nachdem diese Radkappen für EINIGE Leute Anlass zu Kritik, Häme und Besserwisserei gaben und geben. Hinzu kommt noch Unwissenheit und die ist ja schnell aus der Welt zu räumen!

NEIN!.. der Bus wurde NICHT Von Mercedes gebaut! Es handelt sich um einen richtigen Volkswagen (T2ab)!!
Die Kappen decken die Felgen komplett ab; das ist eine der Gründe warum MAN in den 80ern die Dinger montiert hat. Auf den Schrottplätzen Deutschlands hat man für 8 Deutsche Mark eine neue gekauft,  bei Verlust! Wir wissen wovon wir reden.

Aus TRADITIONELLEN und historischen Gründen sind die Kappen drauf. .. (natürlich haben wir daheim auch noch die originalen VW-Kappen.... die liegen schon 26 Jahre im Keller und liegen da gut..)

Dienstag, 17. Juni 2014

Alfredos Cafe Haus

Alfredo hat in Köln gelebt und nachdem er nach Sizilien zurückgekommen ist, eröffnete er ein Cafe mit dem Namen "Cafe Haus" in der Via Poggio del Lupo in Misterbianco. Dort wird der beste Cafe von Misterbianco ausgeschenkt!! In der Strasse wohnt ausserdem noch Alfredos bester Freund (rechts) und in der Bäckerei "Tricorne" bekommt man die besten Brötchen Catanias... wenn nicht noch weiter!!!
Wir decken uns ein und fahren los! Als den Kippel hoch. Nummer 4 steht an.

Nummer 4: mittendrin und doch nicht dabei

Der Ätna ist mit 3300 m der größte unter unseren Vulkanen. Alles dreht sich um ihn, aber mal reingucken ist nicht.

In den Andenkenläden auf 2600 m Höhe hängen Flatscreens mit Bildern einer Livecam oder noch schlimmer: brodelnde Lava bei Nacht von welchem Vulkan auch immer...

Es gibt Etna-Feuer-Schnaps, der, wer weiss wo, hergestellt wird. Die Etna-Seilbahn, die 96 EUR (!!!) für uns kostet und die 300m unter dem interessanten Teil endet, benutzen nur Touris, die an das Gute glauben und der Meinung sind, oben sieht es aus wie auf den Postkarten.

Nina kauft eine Etna-Schneekugel. 

Wir freuen uns wieder drauf bei Nacht auf NN die Lava den Berg runterlaufen zu sehen. Der Bus,  wieder viel bewundert,  und wir bleiben den kompletten Nachmittag auf der Mittelstation: die Luft ist wunderschön und die Hektiklosigkeit ein Traum! ...und Tortellini im Topf.



Nächtliches!!

Nach einer nächtlichen Fahrt durch Catania kommen wir bei Rosellas Haus an:

Der Bus bekommt fürs Nachtlager den Platz vor der Garage mit 2,5 m Stahlzaun und Schloss rundherum!
... und wir bekommen ein brilliantes Nachtlager!!

Wir sind wie von den Socken, als wir gen Ätna blicken. Tagsüber, beim Umrunden des Vulkans, bekamen wir ab zu zu schwarze Rauchwolken zu sehen...
Das, was sich uns jetzt zeigt, ist wie aus dem Bilderbuch: AKTIVITÄT!!!
Wir klettern auf dem Balkon noch auf eine Leiter: Blick über Catanias Dächer. Rosella bringt uns mit dem Auto noch näher den Hang hoch. ... und lächelt über unsere Begeisterung.  Jaaaa, für die hier ist das normal...
DANKE ROSELLA!!!!

Das vorletzte Dorf vor dem Ätna

..... ist Mascalucia nicht mehr. Es ist ein Vorort von Catania und durch die dichte Bebauung und Zersiedelung nicht mehr abgrenzbar. Wir sind so was von froh unser Navi zu haben! ! Wie hat man sich früher hier zurecht gefunden? .. mit Stadtplan nicht . .. ah.. ich erinnere mich: Frau Falanga saß immer auf dem Beifahrersitz!!
Macht Spaß: Wir kommen an, und alle sind wie immer!  Ein riesen Hallo!!!

Hier wird der Wagen der Tochter mit einem Schloss - verankert in der Betonwand - angekettet....
Wir sehen schwarz für Bullis Nachtquartier!

Wir genießen sizilianischs Essen: Pasta mit Pesto, Auberginen-Pizza, Peccorino in jung und selbstgemachten Zitronenlikör!!!
Wir schwelgen in Erinnerungen und haben viel neues zu erzählen!

Montag, 16. Juni 2014

Alcantara

Ein Fluss fräßt sich in 600.000 Jahre alte, zu Basaltsäulen erstarrte Ätna-Lava.
Eintritt unverschämt: 4 Köpfe: 25 EUR.
Zutritt: in den Canon mittlerweile verboten.
Anblick: spektakulär einzigartig.
Wasser: a.... kalt.