SUMATRAGRÜN AUF REISEN - mit dem T2 Bulli nach Schweden
Sonntag, 14. Juni 2026
Brückentag
Der Bulli hat "Brückentag" und wir fahren nach Hause ohne Fähre über Dänemark. Beim Abkassieren vor der Öresundbrücke wird der Bus als "normales" Fahrzeug behandelt. Der T2 ist, selbst mit Fahrradanhänger, kürzer als jeder SUV... also nur gerecht! 25 EUR für die erste Brücke und für die Grosse-Belt-Brücke noch mal 25 EUR. Die Kleine-Belt-Brücke ist frei. Es schüttet allerdings wie aus Kübeln.
Dienstag, 9. Juni 2026
Mo: Karlskrona und Di: Cafe Fenix in Emmaboda
Karlskrona hat den grössten Marktplatz Schwedens. Bei dem Wetter essen wir Eis, besuchen den schönen Spielzeugladen Simsalabim und schauen uns in einem "System" (Systembolaget = Laden, in dem man Alkohol kaufen kann) die verschiedenen Whiskey- und Whisky-Sorten an. Es gibt auch dänische und schwedische!
Wir besuchen in Emmaboda noch den Trödelmarkt Möjligheternas Hus und werden fündig. Englische DVDs aus der Romantic-Ecke, deutsche Kochbücher, eine schwedische Glasschüssel und einen gezeichneten Comic über die Kultserie der 80er: Dallas.
Verwöhnt werden wir abends von unserer Gastgeberin mit selbst mariniertem graved Lachs und selbst gebackenem Brot! Top!!
Sonntag, 7. Juni 2026
Gotland - Festland Schweden - Småland
Samstags morgens um 6 Uhr verlassen wir den Campingplatz Strandby bei Visby. Die Fähre legt um 7.35 Uhr ab. Nach 3,5 h sind wir nach ruhiger Überfahrt und etlichen Leseseiten im Buch in Oskarshamn.
In Småland besuchen wir sehr gute Freunde.
Jeden Sonntag findet nordwestlich von Växjö, bei Moheda ein legendärer Flohmarkt statt: Östregårds antik och loppmarknad.
Ab 12 Uhr sind die Tore der Scheune geöffnet und die Massen an Einheimischen und Touristen gegen auf Schnäppchensuche. Wir werden auch fündig. Eine Deckenlampe, eine mundgeblasene Glasvase, 4 Türklinken-Beschläge und Haken für den Bulli.
Falls jemand "muss" kann er die Erfahung auf einem echten Plumpsklo machen.
Freitag, 5. Juni 2026
Blåhäll ohne Kampfmittelräumdienst
Das Einchecken war schon kurios und das Auschecken nicht minder. Wir telefonierten mit dem Manager, der, wie sich herausstellte krank war und bekamen den Code für einen kleinen Tresor an der Rezeption am Camping Tofta. Eine Karte verhalf uns die Schranke zu öffnen und in das Waschhaus mit Duschen zu gelangen. Der Bulli parkt auf dem fast leeren Areal direkt an der Waterkant, wird angestöpselt und hat Strom. Top!
Zahlen tun wir nicht, sondern der Aushilfsstudent, der zum ersten Mal hinter der Theke steht und den Manager "vertritt", lässt sich von mir meine Email Adresse notieren und die Nummer des Stellplatzes; wir bekämen eine Mail mit der Rechnung. Bin gespannt!
Den Bulli lenken wir über Schotterpisten die Westküste hoch und frühstücken solange es nieselt am Kliff. An einer Stelle südlich Blåhäll wagen wir den Weg die Steilküste hinunter.
Die traumhaften Korallen nehmen wir natürlich mit.
In Deutschland hätten wir den Kampfmittelräumdienst gerufen. Hier und in Anbetracht der Menge an Material, welches Kriegsparteien in die Meere geworfen haben, fotografieren wir die dubiosen Kugeln und lassen sie an Ort und Stelle.
Unser nächstes Ziel ist Camping Strandby nördlich von Visby. Die direkte Strecke ist uns verwehrt, weil der Bulli in ein Militärgebiet reingerät. Das Navi sagt nix. Erinnert uns an die Übungsplätze in Dänemark... vor 15 Jahren...
Die Schweden hatten Gotland schon abgerüstet, sich aber auf Grund der neuen politischen und militärischen Situation mit dem grossen östlich gelegenen Nachbarn umentschieden... dabei gibt es etliche Bunker, die bereits zu Ferienwohnungen umfunktioniert worden sind.
In Visby ist heute ein grosser Tag für die Studenten, die ihren Abschluss in der Tasche haben. Ein Umzug auf Treckern und Lastern mit lauter Musik und Gegröhle ist auf unserem Campingplatz zu hören.
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