Dienstag, 2. Juni 2026

Von Visby nach Fårö: Fossis aus Gotlandium

Es sind vorallem Korallen und Brachiopoden des Silurs, die wir an der Steilküste von Lickershamn an der Jungfra finden. Geschissen voll, wie die Fachfrau sagt. Aus dem Anstehenden darf man nichts schagen, aber auflesen geht. Die Busladungen und die Kreuzfahrtschiffler kommen gar nicht so weit an der Küste entlang um abzusammeln. Das Meer nagt an den Mergeln der Riffablagerungen und die Schuttberge sind gross. Wie aus dem Lehrbuch: Stromatoporen, Favosites, Heliosites, Halysites und Kelchkorallen... gewachsen vor 420 Mio Jahre in einem seichten Meer am Äquator: Gotland.


Wunderbarer Küstenabschnitt hinter Ireviken.

Der Bulli rollt weiter nach Norden und wir besuchen Groddagården, ein Museumsgehöft.
Ordentlich grosse Zimmer mit Kammern und Kaminen und Küche mit schwarzer Decke.
Wir entdecken statt einem WC (Wasser...) ein TC = Trockentoilette.

Die Fähre ist umsonst und dauert zur Insel Fårö 5 Minuten. 
Auf dem megagrossen Campingplatz Sudersand ist es quasi leer und wir kriegen einen Platz in erster Reihe an den Dünen.


Ab 21 Uhr zieht Nebel auf und aus ist es mit einem potentiellen Sonnenuntergang.




Montag, 1. Juni 2026

Visby

Erstmals haben wir einen Toaster dabei: Marke VEB. Er passt genau in den Küchenschrank des Bullis, ist sehr leicht und ist absolut zuverlässig, wenn man nicht vergisst das Brot zu drehen und rechtzeitig zu entnehmen.

Visby hat die einzige komplett erhaltene Stadtmauer Nordeuropas. Mit der fangen wir an. In kaum 10 min sind wir vom Camping Strandby hingeradelt. 
Die Hanse-Stadt mit ihren 24.000 Einwohnern gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Kirchenruinen innerhalb der Stadtmauer sind Opfer der Reformation geworden und effektive Steinbrüche für den Hausbau des normalen Bürgers in Visby.

Im "Kränku Tea & Coffee" versorgen wir uns mit gut gebrühtem Kaffee, schlürfen ihn auf dem St. Hansplan und beobachten die Lieferfahrzeuge, die sehr versiert durch die engen Gassen manövrieren.