Mittwoch, 27. Mai 2026

Bauhaus-Kaufhaus Zeeck und Gedächnisfahrt

Auf unserem wunderbaren Campingplatz der Wasserfreunde Rodleben an der Elbe kommen wir mit einem Fahrrad-Camper ins Gespräch, der eine Sachsen-Anhalt Gedächtnistour absolvieren wollte. Er ist auch leidenschaftlicher Dachzeltcamper und wir klönen über Slowenien, Schottland bis zu Finnland. Leider muss er u.a. seine Fahrt nach nur einem Tag abbrechen und zurück nach Hause, da er Fussschmerzen bekommen hat. Wir wünschen ihm alles Gute.

Die Fassade des früheren Kaufhauses Zeeck wurde erst letztes Jahr 2025 wieder ent-"müllt". Wir finden ein Foto mit der DDR-Lamellen-Verkleidung hinter der Tauben sich eingenistet hatten. Die oberen Fenster waren nicht zugedeckt, weil sich dort ein Restaurant befand.

Die freigelegte, restaurierte Original-Bauhaus-Fassade:

Wie wir von einem echten Dessauer erfahren mögen die Dessauer den neuen Anblick des Gebäudes. Das "Magnet"-Kaufhaus wäre wegen des Personenaufzugs immer nobler gewesen als das Konsum-Kaufhaus weiter unten in der Franzstrasse. Das hatte nur Rolltreppen russischer Bauart und die liefen nie.

Im Ex-Kaufhaus besuchen wir eine Ausstellung zu alternativen Baustoffen und zur CO2 -Thematik. Die Ausstellungsgegenstände sind auf den hellblauen Alu-Gittern der alten Fassadenverkleidung trapiert.

In der Innenstadt: erste Platte.

Bevor wir ins Bauhausmuseum gehen trinken wir im Brauhaus noch schnell ein Helles und ein Luisen Zwickel. Perfekt!


Nach 3h input sind wir platt und tauschen für das Abendessen nochmals Bauhaus gegen Brauhaus: im Biergarten Dessauer Bierfleisch mit Bratkartoffeln und in der Pfanne Schweinestesk mit Würzfleisch.


Dienstag, 26. Mai 2026

Bauhaus lohnt

Mit den Fahrrädern sind wir in 20 min in der Innenstadt von Dessau und stellen fest, dass das Gebäude des Bauhauses in einem Stadtteil im Nordwesten liegen. In Dessau haben Fahrräder Vorfahrt, macht also Spass durch die Stadt zu fahren. Der Schriftzug ist weltberühmt und wir hatten uns das Gebäude des Bauhauses grösser vorgestellt; es erschlägt nicht und lädt stattdessen ein; über den Hof weht ein feines Lüftchen und Studenten, die Leinwandstaffeln aufgestellt haben, verbreiten Lässigkeit. Sehr angenehm hier. 
Mein Komplett-für-Alles-was-mit-Bauhaus-zu-tun-hat-Ticket rutschte mir unbemerkt aus der Tasche und ich schiebe 10 min leichte Panik. Die äußerst freundliche Ordner-Dame hat meine verlorengegangene Eintrittskarte bei der Inspektion des 1. Stockwerke gefunden und gesichert. Top! 


In der Ausstellung über Glas entdecken wir unseren Kaffeebereiter, dessen Design von 1923 stammt. Motto: Kaffee ohne Filter ist der beste Kaffee!

Im Keller gibts im Cafe noch Kaffee und Kuchen auf Freischwingerstühlen von Thonet.

Wir machen uns zu den Meisterhäusern auf. Nach 6 min radeln erreichen wir die Bauhaus-Villen. Teils "unscharf" rekonstruiert, teils im Original, jedoch in keinem Fall voll möbliert. Da ist Phantasie gefragt. Technisch auf dem Highend Level könnten wir uns nicht vorstellen dort zu wohnen... auch nicht mit Hausmädchen und Gärtner. Es sind die Treppenhäuser der baugleichen Doppelhäuser, die uns unheimlich sind. Hmm, wir können es nicht eingrenzen..

Im Kornhaus an der Elbe, 1929 gebaut,  trinken wir Radler und Dessauer alkoholfrei. Sehr gut bei dem heißen Wetter. Bauhaus lohnt!