Mittwoch, 3. Juni 2026

Digerhuvud, Schotterpisten, Windmühlen, Zementwerk und Seelilien

In der Nacht waren es im "Dachgeschoß" 11 Grad. Bereits um 8.30 Uhr ist es so warm im Bulli, dass wir aus den Federn kriechen. Die Sonne scheint!

Vom Campingplatz zum Küstenabschnitt Digerhuvud auf Fårö holpert der Bulli über Schotterpisten und Cattle gratis.

Die silurischen Korallen sind allgegenwärtig. Eine Schnecke finden wir auch.


Den "Hund" am Gamla Hamn schauen wir uns noch an.


Wir kaufen im Ica an der Fähre in Fårösund ein; ein anderer Luftgekühlter klumpt sich mit dem Bulli. Der Fahrer des Käfers winkt uns freundlich zu.

Bei Slite schauen wir uns das Loch an, welches durch den Abbau der Riffkalke entstanden ist. Heidelberg Materials baut ab und verarbeitet den Kalk in Drehöfen mit viel Energie zu Zement und das rund um die Uhr.


"Lau Backar", der Klassiker auf Gotland, ist unser nächstes Ziel. Die Fundstelle ist ein Hügel mit einer Windmühle obendrauf. Am Strassenaufschluss - von Sammlern im Mergel heftig bearbeitet - finden wir Seelilien-Bruchstücke in rauen Mengen. Wir befinden uns wieder geistig vor - 420 Mio Jahren - im warmen Meer voller Korallen und Seelilien am Äquator. Wieder nicht im Anstehenden graben oder schlagen! Wir sammeln die Reste. Reicht für ein Marmeladenglas. 2 kleine Brachiopoden sind auch noch beim Fang dabei.



In Ljugarn checken wir selbst auf dem Campingplatz ein, weil keiner mehr an der Rezeption ist. Wir probieren aus, ob auf der Leitung Strom ist, nehmen uns 2 Duschkarten und parken.

Dienstag, 2. Juni 2026

Von Visby nach Fårö: Fossis aus Gotlandium

Es sind vorallem Korallen und Brachiopoden des Silurs, die wir an der Steilküste von Lickershamn an der Jungfra finden. Geschissen voll, wie die Fachfrau sagt. Aus dem Anstehenden darf man nichts schagen, aber auflesen geht. Die Busladungen und die Kreuzfahrtschiffler kommen gar nicht so weit an der Küste entlang um abzusammeln. Das Meer nagt an den Mergeln der Riffablagerungen und die Schuttberge sind gross. Wie aus dem Lehrbuch: Stromatoporen, Favosites, Heliosites, Halysites und Kelchkorallen... gewachsen vor 420 Mio Jahre in einem seichten Meer am Äquator: Gotland.


Wunderbarer Küstenabschnitt hinter Ireviken.

Der Bulli rollt weiter nach Norden und wir besuchen Groddagården, ein Museumsgehöft.
Ordentlich grosse Zimmer mit Kammern und Kaminen und Küche mit schwarzer Decke.
Wir entdecken statt einem WC (Wasser...) ein TC = Trockentoilette.

Die Fähre ist umsonst und dauert zur Insel Fårö 5 Minuten. 
Auf dem megagrossen Campingplatz Sudersand ist es quasi leer und wir kriegen einen Platz in erster Reihe an den Dünen.


Ab 21 Uhr zieht Nebel auf und aus ist es mit einem potentiellen Sonnenuntergang.