Samstag, 12. September 2026

Von Leipzig in die Lausitz

Das Kraftwerk Plessa - als modernstes Kohlekraftwerk 1927 gebaut - fristet ein erbärmliches Dasein. Es taugt noch nicht mal mehr zum Lost Place. Es hätte sich in die ruhmreichen Denkmäler der Industrievergangenheit der Lausitz einreihen können. Brikettfabrik Louise oder das Besucherbergwerk F60 sind touristische Anziehungspunkte. Versuche der Stadt Plessa und eines Vereins hatte es gegeben; mit Führungen auf dem Gelände in Plessa. Die wurden eingestellt. Schade. Wir kommen mit einem Anwohner ins Gespräch und der bedauert das Versagen von... ja von wem eigentlich? Aussprechen wird zur Qual. Dieses Land ist sich nicht eins. Wir beobachen und spüren Unbehagen. Untereinander sprechen die Menschen anders als zu Fremden.


In Hörlitz besuchen wir den Meuro-Aussichts-Turm mit Blick auf den Lausitz-Ring und einen gigantischen Braunkohlebagger. Unterhalb geraten wir in den Startbereich eines Seifenkisten-Rennens. Sehr lustig!
Im Komfortcampingplatz Senftenberg bei Niemtsch ergattern wir den vorletzten Platz -  inmitten von Dauercampern. Glück gehabt. Die Saniäranlagen sind klasse! Die Duschen sensationell! Pikobello-sauber, super designed und heiss! Top.

Freitag, 11. September 2026

Leipziger Zoo mit Gondwana auf 2 Fussballfeldern und Feuerland in Glastunneln

Auf dem Campingplatz findet das DDR-Caravan Kulttreffen statt. Wir entdecken 2 Dübener Eier.


Heute ist Zoo! Lohnt sich auf jeden Fall. Gondwana ist 2 Fussballfelder groß. 5 Gärtner kümmern sich nur um die Pflanzen in der freitragenden Halle. Die Bäume kamen vor 15 Jahren in grossen Überseekontainern aus einer Baumschule aus USA und einer aus Thailand. Auf der Hängebrücke denken wir wieder an Indiana Jones...

Capa, der Weisheitszahn, Herr Klinger und der Katzentempel

Auf dem Knaus Campingplatz steht am "Diner" die Freiheitsstatue in klein. Ein Amerika-Feeling stellt sich nicht ein.

Das Robert Capa Museum Leipzig ist sehr klein und beschäftigt sich mit Capas Fotoserie, die den Tod eines jungen Soldaten aus Rocester N.Y. in den letzten Kriegstagen dokumentiert.


Das City-Hochhaus, auch Weißheitszahn genannt, kassiert 5 EUR in bar UND in Münzen ab, um auf die Platform zu gelangen. Die Aussicht ist spektakulär und lohnt sich auf jeden Fall. Die Art und Weise der 5 EUR-Bezahlung ist befremdlich, peinlich und provoziert Kopfschütteln. Die Aufgabe der Dame am Empfangstresen ist es, den Besuchern zu erklären wie sie mit den Automaten Papiergeld in Münzgeld umwandeln können, um dieses im nächsten Automaten zu versenken. Keine Kartenzahlung. No GO. 


Im Museum der bildenden Künste entdecken wir die subversiven, provozierenden und anstrengenden Großgemälde von Max Klinger. Wir sind begeistert. Die Museumsaufsicht teilt unsere Freude über Beethovens 6 Zehen, Putten auf Palmen oder über ein pinkelndes Skelett.
Zum Abendessen sind wir im Katzentempel. Das Essen schmeckt sehr gut! Katzen bringen echte Ruhe in die Stadt-Hektik.