Montag, 7. September 2026

Der Himmel weint, Dessau und das Bauhaus in Törten

Katzenjammer nach der Wahl. Es schifft, wir drehen uns im Bulli noch mal um und nicken bei leichtem Niederschlagsgeprassel auf das Dach wieder ein. 
Nach dem Regen um 13 Uhr hat es doch noch geklappt und wir radeln quer durch Dessau in das Wohngebiet im Süden: Törten.
Wir kommen an der zerfetzten Weide, unweit unseres Campingplatzes vorbei. Eine Windhose hatte den Baum so erwischt, dass die Feuerwehr kommen musste um den Weg zum Vereinsgelände freizuschneiden.
Am Konsumgebäude geht die Führung um 15 Uhr los. Da es keine Besuchertoiletten dort gibt, schickt man uns zum Edeka ans "Eck". In dem dortigen Cafe finden wir nicht nur die Facilitis, sondern auch "Bauhaus-Design". 
Nett! 

In den Laubengang-Häusern besucht unsere Gruppe eine Wohnung, die, bis auf die Plastikfenster, wieder in den Originalzustand aus den 20er Jahren zurückgesetzt ist. Eine Mieterin, die regulär in dem Laubenganghaus wohnt, klingelt überraschend während des Vortrages und fragt, ob sie nicht die Wohnung der Bauhaus-Stiftung anschauen dürfte; sie hätte noch nie "ihre" Wohnung im Original gesehen. Sie darf.
Nach dem Stahlhaus betreten wir in der Strasse Doppelreihe 35 das Haus Anton, welches in der ersten Bauphase von Walter Gropius 1926 entstand und unverändert aussen wie innen zu bewundern ist. Die Fenster haben Stahlrahmen und in der Küche gibt es noch die gemauerte Duschwanne. Im Rahmen von Erbbaurecht war das Haus erworben, dann weitervererbt und bis 2004 von einer 84 jährigen Dame bewohnt, die nie Modernisierungen vorgenommen hatte. Wir sind begeistert.

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