Samstag, 21. Juni 2014

On the Way to Palermo

Nachdem wir uns bei ARD mit Brot, Wein, Fertig-Cous-Cous, Mortadella, Süßbab und NICHT Mega-Nutella eingedeckt haben, geht's nach Palermo.
Geomorphologie-Fans wären begeistert: die Landschaft mutet wie Tafelgebirge an.

Ich sage es noch mal: ohne Navi verloren.
Der Bus schafft es ohne Blessuren durch die Stadt bis an den Hafen. Hafenbüro von GNV. Internet-Ticket gegen Ticket eintauschen. Und Plätzchen im Schatten suchen. Die La Suprema läuft gerade ein.

Der altbewährte Miniflat wird an die 12 Volt gekabelt und die DVBT-Antenne mit Magnet an die Decke geheftet: nach einiger Zeit bildet sich eine kleine Traube von 6 Leuten unterschiedlicher Nationalitäten um den Bus: um 18.00 Uhr Italien gegen Costa Rica.

Nach dem Tor der Costaricaner und Beginn der Pause müssen wir uns in die Schlange vor die Schiffsklappe stellen.
Es dauert echt bis zum Schlusspfiff bis der Strauß den Motor wieder anwirft und der Bus in Deck B eingepfercht wird.

... die Italiener haben verloren!!!...
wir können es kaum glauben... die Italiener wohl auch nicht und die ganzen Schwaben und Badenser an Bord juckt das überhaupt gar nicht... ha! .. selbst die werden es am Samstagabend nicht bis 21.00 Uhr ins Ländle schaffen, um "uns" zu sehen! Wir hoffen auf schweizer Radio-Moderatoren!

Ablegen weit nach 21.00 Uhr.
In die Kabine und ab ins Bettchen. Die Kids sind platt. Wir genehmigen uns noch einem Schluck Vino aus Nicosia und lauschen dem Geräusch der Schiffsmotoren.

Freitag, 20. Juni 2014

Ver- und Entsorgung

... darüber sollte man sich auch mal unterhalten. Man kommt nicht drumherum. .. vor allem auf gewisse Weise in Bella Italia....
Also: IMMER TOILETTENPAPIER MITBRINGEN!
Skuril: über dem Stehklo wird ein Rost drüber geklappt.. und transformiert die Zelle in eine Dusche.

Wir lassen es uns gutgehen...

Auf Camping Costa Ponente ...

Campingplatz leert sich

Gestern abend haben die Uruguayer die Engländer rausgekickt. Leider waren weder Uruguayer noch Engländer als Zuschauer anwesend.  :-)

Heute am Freitag geht die Fähre von Palermo nach Genua. Der Campingplatz wird sich im Laufe des Nachmittags leeren; alle T5 (5 Stück, die ausschließlich deutsche Nummernschilder tragen) und ein T2 (wir!) sammeln sich hier.

Nachts geht ein laues Lüftchen durch den Bus; wir haben hinter der Heckklappe ein Fliegennetz gespannt und oben im Ausstelldach ist ebenfalls ein Netz. Ist sehr zu empfehlen!!

Donnerstag, 19. Juni 2014

Noch mal das Bild mit der OHNE Radkappe

Ausruhen in Cefalu

Wir fahren an der Meersenge von Messina vorbei und können Kalabrien sehen. An der Nord Autobahn Richtung Palermo beobachten wir lange die Perlen des Mittelmeeres und sehen den Stromboli und Vulkano mit ihrer markanten Geomorphologie.
Es ist bestimmt schon 30 Jahre her, dass wir in Deutschland eine derart LEERE Autobahn erlebt haben. Nix los. Die zweieinhalb Monate dauernde Ferien der italienischen Schulkinder fangen erst nächste Woche an.
Vor Cefalu gibts noch mal einen Supermarkt und ein Schnell-Eis.
Der Campingplatz liegt direkt am Meer .. mit Pool. ... ist cool... alles was sich reimt, ist gut!

Ach noch was cooles: der Setra-Bus aus Schwäbisch Hall ist vom Besitzer eigens restauriert! .. und fährt heute den 58. von 100 Tagen einer Italien-Rundfahrt. Wir haben uns mit dem Ehepaar sehr nett unterhalten. Sie haben wenigstens ein bisschen  schlechtes Gewissen, ob der gewissen Beengtheit mit 4 Köpfen in unserem Gefährt und der Weitläufigkeit,  die sie zu zweit in ihrem Mobil genießen.

Raus aus Catania, rein nach Taormina

Wir verabschieden uns von Rosella,  Carmello, Lilliana, Daniela und Herr und Frau Falanga. Richtung Norden in den Ort, den wahrscheinlich ALLE Sizilien-Pauschalis angesteuert bekommen.
Der Bulli ist nicht mickrige 1,90m groß und passt deshalb auch nicht in Lumbi und Parking Catania rein. Unser Pech!
Wir tun alles für den Bus und finden näher an der Innenstadt eine supersaubergeleckte Garage mit geeigneter Höhe! Ja! Sowas gibt es hier! Mit gutem Gefühl starten wir zum Teatro Greco.
Uns sollte der schönste Blick der Welt erwarten. Doch erstens: im Rund findet derzeit ein Filmfestspiel statt und die Megaleinwand steht artfremd auf der 2500 Jahre alten Bühne und zweitens: der Ätna hat sich die letzten Tage so verausgabt, dass er sich mit Wolken verhüllt hat.
Der Blick in die Bucht macht alles wieder wett: ein 5-Master liegt vor Anker!!
Den Namen sehen wir aus der Höhe nicht.
Nach 3,5 h schlagen wir uns durch die Souvenir-Meile, decken uns noch mit Proviant ein und lösen den Bus für 10 EUR aus.

Auf einem Parkplatz an der Autobahn treffen wir einen LKW- Fahrer aus Hanau.
In ihm und in uns flackern mit dem vertrauten Dialekt heimatliche Gefühle auf.
"150 km VOR und 150 km NACH Neapel bleibt man nicht stehen!" ist der Rat , den er uns gibt und wir würden ihn sofort beherzigen, wenn wir nicht schon längst an jener Lokalität vorbei wären.