ein lost place. Zu finden 3 km vor San Vito Lo Capo direkt am Meer: Traum Aussicht, Ruhe, super Fotomotiv und Förderung der Phantasie und Vorstellungskraft. Eine Fabrikanlage mit Schornstein ist wüst gefallen!
Hier wurden bis in die 20er Jahre des letzten Jhd. Thunfische gefangen und verarbeitet. Die letzte Mattanze fand in den 60er Jahren statt. "Mattanze" ist die Fachvokabel für das Thunfisch-Abschlachten - für ein Massaker. Das mit der Vorstellungskraft lassen wir bleiben.
Wir wärmen auf dem Kocher im Bulli unsere Nudelsauce von gestern Abend auf und geniessen das Mittagessen.
Dienstag, 16. April 2019
Auf in den Westen
Wir fahren Richtung Westen. Auf unserem Weg nach San Vito Lo Capo kommen wir an einem herrlichen Belvedere vorbei. Der Blick auf Castellammare del Golfo ist grandios.
Wir wollen zum Torre dell' Impiso; in Erwartung eines einsamen Ortes an der Steilküste mit herrlichem Ausblick, unendlicher Ruhe und unendlichem blauen Himmel. Da sind wir mit der falschen Info an die Sache! Der Eingang zum Nationalpark Zingaro ist heftigst frequentiert und die Automassen verschrecken uns. Wir sollten einen Ort aufsuchen, der nicht "schön" ist und auch nicht im Reiseführer steht. Ganz einfach ...
Wir wollen zum Torre dell' Impiso; in Erwartung eines einsamen Ortes an der Steilküste mit herrlichem Ausblick, unendlicher Ruhe und unendlichem blauen Himmel. Da sind wir mit der falschen Info an die Sache! Der Eingang zum Nationalpark Zingaro ist heftigst frequentiert und die Automassen verschrecken uns. Wir sollten einen Ort aufsuchen, der nicht "schön" ist und auch nicht im Reiseführer steht. Ganz einfach ...
Authentisch: Palermos Altstadt
Wir fühlen uns wohl in den verwinkelten engen Altstadtgässchchen. Alle Sorten von Geschäften, Handwerksbetrieben und bunten Märkten gibt es noch zu finden! In den Altstädten von Rom oder Florenz ist dieses Leben ausgestorben. Hier bestimmt der Wirtschaftszweig des Tourismus das Aussehen und die Verwendung der Gebäude. Uns kommt es so vor, als wäre Palermo 30 Jahre
hinterher. Ein Glück!
hinterher. Ein Glück!
Der Dom von Palermo von aussen prachtvoll- exotisch
.. von innen eher nüchtern. Die Kirche wurde 1185 von den Normannen gebaut. Der Kuppelbau wurde später hinzugefügt und wir denken uns den im Geiste weg. Dann passt das Gebäude besser. Für uns spannend ist eine im Boden eingelassene Linie die quer durch den Dom läuft. Sehr unsymmetrisch, sehr unchristlich! Der Meridian wird immer um 12 Uhr mittags an einer Stelle durch die Sonne, die durch Löcher in der Kuppel dringt, beleuchtet. Man kann die Punkte der Tag- und Nachtgleiche und Winter- bzw. Sommersonnwende in den Tierkreiszeichen ablesen. Gut für den sizilianischen Bauern, der weiss wann er das Getreide aussähen soll. Uns erscheint es ausserdem ziemlich unchristlich das Örtchen hinter einem Altärchen zu verstecken...
Im Dom werden gerade Renovierungsarbeiten an den Sarkophagen durchgeführt. Friedrich II, u.a. Erbauer von Castel del Monte, ist hier bestattet. Wir steigen der Kathedrale auf's Dach. Brillanter Ausblick! Wir sind begeistert! Auch die von uns, die normalerweise Höhenangst haben! Palermo gewinnt! Und Paris verliert just in dieser Stunde den Dachstuhl ihrer Notre Dame.
San Giovanni degli Eremiti
ach unserem Kruftbesuch stärken wir uns mit Lasagne und Eis. Den Palazzo Normanni schauen wir von aussen an und gehen weiter zur San Giovanni degli Eremiti. Ein kleines Kirchlein, das beides kann: christlicher Grundriss und 5 mohamedanische Kuppeln. Die Normannen haben, nach der Vertreibung der Araber im 11. Jhd., die Kirche im "Mixstil" 1132 gebaut. Der Garten und der Kreuzgang aus dem13. Jhd. sind wunderschön. Passt gut für wunderbare Fotomotive. Wir fühlen uns sehr wohl.
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