Donnerstag, 4. Juni 2026

Leuchttürme, eine Seemine und ein Fünfeck-Tisch

Wir zahlen den Campingplatz in Ljugarn bei der Abfahrt. Noch scheint die Sonne.
Am Näs Fyr wird es schon ungemütlicher. Am Gelände des Leuchtturmes finden wir eine "entkernte" Seemine.

Der nette Herr am Eingang zum Museumsbauernhof Bottarve erlässt uns den Eintritt, da wir weder mit Swish (dazu müssen wir schwedisch sein und eine schwedische ID haben) noch bar in Kronen zahlen können. EUR wollte er partout nicht haben. 
Das Hauptbauernhaus ist aus dem 19. Jahrhundert und noch original eingerichtet. Mir hat es der 5-eckige Spiele-Tisch angetan. 5 Ecken sind mit dem Zirkel nicht einfach zu konstruieren.

Hoburgs Fyr hat auch geschlossen und wir machen unter dem Leuchtturm Mittagspause.

Wegen der Fossilien fahren wir bis an die Steilklippen im Süden. Die Seelilienstile sind hier gesteinsbildend! Top! Es ist demzufolge unmöglich KEINE Fossis zu finden. Eine Knopfkoralle drängt sich uns noch auf. 




Mittwoch, 3. Juni 2026

Digerhuvud, Schotterpisten, Windmühlen, Zementwerk und Seelilien

In der Nacht waren es im "Dachgeschoß" 11 Grad. Bereits um 8.30 Uhr ist es so warm im Bulli, dass wir aus den Federn kriechen. Die Sonne scheint!

Vom Campingplatz zum Küstenabschnitt Digerhuvud auf Fårö holpert der Bulli über Schotterpisten und Cattle gratis.

Die silurischen Korallen sind allgegenwärtig. Eine Schnecke finden wir auch.


Den "Hund" am Gamla Hamn schauen wir uns noch an.


Wir kaufen im Ica an der Fähre in Fårösund ein; ein anderer Luftgekühlter klumpt sich mit dem Bulli. Der Fahrer des Käfers winkt uns freundlich zu.

Bei Slite schauen wir uns das Loch an, welches durch den Abbau der Riffkalke entstanden ist. Heidelberg Materials baut ab und verarbeitet den Kalk in Drehöfen mit viel Energie zu Zement und das rund um die Uhr.


"Lau Backar", der Klassiker auf Gotland, ist unser nächstes Ziel. Die Fundstelle ist ein Hügel mit einer Windmühle obendrauf. Am Strassenaufschluss - von Sammlern im Mergel heftig bearbeitet - finden wir Seelilien-Bruchstücke in rauen Mengen. Wir befinden uns wieder geistig vor - 420 Mio Jahren - im warmen Meer voller Korallen und Seelilien am Äquator. Wieder nicht im Anstehenden graben oder schlagen! Wir sammeln die Reste. Reicht für ein Marmeladenglas. 2 kleine Brachiopoden sind auch noch beim Fang dabei.



In Ljugarn checken wir selbst auf dem Campingplatz ein, weil keiner mehr an der Rezeption ist. Wir probieren aus, ob auf der Leitung Strom ist, nehmen uns 2 Duschkarten und parken.