Mittwoch, 9. September 2026

Flieger bei Junkers und Leipzig

Das Museum Hugo Junkers in Dessau ist was für Fans und Ingenieure. In die Tante Ju (52) können wir reingehen, uns hinsetzen, uns Mororenlärm vorstellen und uns fühlen wie Indiana Jones. Echt mutig in so einer "Blechbüchse", die vom Boden abhebt. Vom Trecker, über Flugzeug- und Raketenentwicklungen bis Stahlrohrstühle, Gasheizungen, Wamwasserduschen, Herde, Waschmaschinen und CO2-Messgeräte bewies Junkers sein Allroundtalent für Ingenieursleistung, Patentanmeldungen und Geschäftssinn.
Wir mögen das Museum!
Wir fahren weiter nach Leipzig. Unser Ziel ist der Knaus Campingplatz am Auensee. Eine Nacht kostet für uns 54 EUR. Sehr happig! Wir sind froh noch einen Platz zu bekommen, weil an diesem Wochenende hier das DDR-Karavan Treffen stattfindet. Wir sind gespannt!

Mit Bus 80 und Strassenbahn 10 fahren wir für 3,80 pro Person in die Innenstadt. 

Dienstag, 8. September 2026

Wörlitz auf dem 17 km langen Radweg

Der Radweg von Dessau nach Wörlitz ist sehr schön. Führt teilweise an der Elbe entlang, durch Wälder und auf dem Deich.
Der Wörlitzer Park leidet unter Wassermangel. Sieht dann nicht so idyllisch aus, wenn der Schlick am Rand der Elb-Altarme und Becken herauskommt.
Einmal Toilette 50 Cent.. und die in bar. Ein Unesco Weltkulturerbe sollte moderner auftreten und auch alternative Zahloptionen bereitstellen. 
Die Kuchen der Bäckerei Doneck sind 1A! Ich liebe Mohnkuchen. Aber besser nicht mit Plastikgabel. Meinem Unmut habe ich nicht lange kundgetan, schon bekam ich von einem Wörnitz-Besucher zur Lösung des Problems eine Holzgabel hingestreckt. Überrschungsmoment! 


"Anti-Genderismus" als Alliteration im Unesco Weltkulturerbe. Schade.

Um 17 Uhr sind wir zurück daheim beim Bulli an der friedlich fliessenden Elbe.




Montag, 7. September 2026

Der Himmel weint, Dessau und das Bauhaus in Törten

Katzenjammer nach der Wahl. Es schifft, wir drehen uns im Bulli noch mal um und nicken bei leichtem Niederschlagsgeprassel auf das Dach wieder ein. 
Nach dem Regen um 13 Uhr hat es doch noch geklappt und wir radeln quer durch Dessau in das Wohngebiet im Süden: Törten.
Wir kommen an der zerfetzten Weide, unweit unseres Campingplatzes vorbei. Eine Windhose hatte den Baum so erwischt, dass die Feuerwehr kommen musste um den Weg zum Vereinsgelände freizuschneiden.
Am Konsumgebäude geht die Führung um 15 Uhr los. Da es keine Besuchertoiletten dort gibt, schickt man uns zum Edeka ans "Eck". In dem dortigen Cafe finden wir nicht nur die Facilitis, sondern auch "Bauhaus-Design". 
Nett! 

In den Laubengang-Häusern besucht unsere Gruppe eine Wohnung, die, bis auf die Plastikfenster, wieder in den Originalzustand aus den 20er Jahren zurückgesetzt ist. Eine Mieterin, die regulär in dem Laubenganghaus wohnt, klingelt überraschend während des Vortrages und fragt, ob sie nicht die Wohnung der Bauhaus-Stiftung anschauen dürfte; sie hätte noch nie "ihre" Wohnung im Original gesehen. Sie darf.
Nach dem Stahlhaus betreten wir in der Strasse Doppelreihe 35 das Haus Anton, welches in der ersten Bauphase von Walter Gropius 1926 entstand und unverändert aussen wie innen zu bewundern ist. Die Fenster haben Stahlrahmen und in der Küche gibt es noch die gemauerte Duschwanne. Im Rahmen von Erbbaurecht war das Haus erworben, dann weitervererbt und bis 2004 von einer 84 jährigen Dame bewohnt, die nie Modernisierungen vorgenommen hatte. Wir sind begeistert.

Sonntag, 6. September 2026

Dessau: 400.000 km

Der Bulli rundet zum 4ten mal! 400.000 km hat er jetzt drauf; zum Mond und wieder auf dem Rückweg. 
Wir sind nach nahezu ruhiger Fahrt an diesem Sonntag den 06.September wieder bei den Wassersportfreunden Rodleben in Dessau an der Elbe gelandet. Der Platz ist ruhig, ist außerhalb der Bebauung, es gibt keine Industrie und die Vögel zwitschern leise. Wir können uns nützlich machen, indem wir einen Individual-Fahrrad-Reisenden mit einer Flasche Wasser und einer Flasche Bier für den heutigen Abend glücklich machen.
Sachsen Anhalt hat gewählt. Wir nicht. Wir beobachten bloß.