Dienstag, 26. Mai 2026

Bauhaus lohnt

Mit den Fahrrädern sind wir in 20 min in der Innenstadt von Dessau und stellen fest, dass das Gebäude des Bauhauses in einem Stadtteil im Nordwesten liegen. In Dessau haben Fahrräder Vorfahrt, macht also Spass durch die Stadt zu fahren. Der Schriftzug ist weltberühmt und wir hatten uns das Gebäude des Bauhauses grösser vorgestellt; es erschlägt nicht und lädt stattdessen ein; über den Hof weht ein feines Lüftchen und Studenten, die Leinwandstaffeln aufgestellt haben, verbreiten Lässigkeit. Sehr angenehm hier. 
Mein Komplett-für-Alles-was-mit-Bauhaus-zu-tun-hat-Ticket rutschte mir unbemerkt aus der Tasche und ich schiebe 10 min leichte Panik. Die äußerst freundliche Ordner-Dame hat meine verlorengegangene Eintrittskarte bei der Inspektion des 1. Stockwerke gefunden und gesichert. Top! 


In der Ausstellung über Glas entdecken wir unseren Kaffeebereiter, dessen Design von 1923 stammt. Motto: Kaffee ohne Filter ist der beste Kaffee!

Im Keller gibts im Cafe noch Kaffee und Kuchen auf Freischwingerstühlen von Thonet.

Wir machen uns zu den Meisterhäusern auf. Nach 6 min radeln erreichen wir die Bauhaus-Villen. Teils "unscharf" rekonstruiert, teils im Original, jedoch in keinem Fall voll möbliert. Da ist Phantasie gefragt. Technisch auf dem Highend Level könnten wir uns nicht vorstellen dort zu wohnen... auch nicht mit Hausmädchen und Gärtner. Es sind die Treppenhäuser der baugleichen Doppelhäuser, die uns unheimlich sind. Hmm, wir können es nicht eingrenzen..

Im Kornhaus an der Elbe, 1929 gebaut,  trinken wir Radler und Dessauer alkoholfrei. Sehr gut bei dem heißen Wetter. Bauhaus lohnt!

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